Vom Glück der kleinen Dinge

Gestern war der Internationale Tag des Glücks, den ich (Achtung, Wortwitz) glücklicherweise nur knapp verpasst habe. Da passt es sehr gut, dass ich mir schon länger Gedanken zum Thema „Glück“ gemacht habe.

In irgendeiner Zeitschrift habe ich mal gelesen, man solle sich jeden Abend aufschreiben, was einen an diesem Tag glücklich gemacht hat. Dadurch soll man sich des Glücks im Alltag bewusster werden. Ich fand diesen Vorschlag ziemlich dämlich. Ich bin der Meinung, dass nicht jeden Tag Dinge passieren, die einen glücklich machen. Und wenn man trotzdem jeden Abend einen Glücksmoment notieren muss, dann artet die ganze Sache schnell in Druck aus und macht alles, nur nicht glücklich.

Trotzdem hat mich die Idee mit einer Glücksmomente-Liste nicht mehr losgelassen. Was vermutlich auch an meiner Vorliebe für Listen der unterschiedlichsten Arten liegt. Und so habe ich meine eigene Glücksliste begonnen. Immer, wenn mich etwas glücklich oder zufrieden gemacht oder mich einfach nur erfreut hat, habe ich es mir notiert.

Hier ein paar der Dinge, die mich glücklich machen:

  • Als ich tatsächlich mal die Fremdsprache am Anfang von der Sendung mit der Maus erkannt habe.

  • Als ich das ganze Brot aufgebraucht habe bevor es schlecht wurde und ich nichts wegwerfen musste.

  • Der Geruch von wirklich aromatischen Tomaten im Winter (Derzeit riechen Tomaten doch bestenfalls nach ihrer Plastikverpackung).

  • Der strahlend blaue Himmel, der nach vielen trüben Tagen morgens durch die Jalousie zu sehen ist.

  • Gemüse, das in lustigen Formen gewachsen ist. Wie beispielsweise die Kartoffel in Herzform oder die, die wie ein großer Kinderfäustling aussah.

  • Das entrückt-selige Gefühl, das einen nach einem wunderschönen Traum noch den ganzen Tag begleitet.

  • Zu sehen, dass eine Freundin, die eine schwere Zeit hinter sich hat, mal wieder richtig fröhlich ist.

  • Die Entdeckung, dass sich der Kater morgens heimlich mit ins Bett geschlichen und sich ganz nah neben mir zusammengekringelt hat.

Und obwohl ich diesen Vorschlag aus der Zeitschrift anfangs total blöd fand, hat er doch genau das bei mir bewirkt, was er sollte: Mir ist klar geworden, dass es oft die kleinen, unscheinbaren Dinge und Momente sind, die mich glücklich machen. Dinge, an die ich nie gedacht hätte, wenn man mich nach meinen Glücklichmachern gefragt hätte. Tja, so kann es manchmal eben gehen.

Manchmal reicht eine Kartoffel in Herzform, um mich glücklich zu machen.

Manchmal reicht eine Kartoffel in Herzform, um mich glücklich zu machen.

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