„Projekt Wasserwoche“: Wasser, nix als Wasser

Wasserwoche1

Ich probiere gerne mal neue Dinge aus. Zwar bin ich dabei nicht so extrem wie ein früherer Kollege, der mitten im Januar einmal für einen Erfahrungsbericht zwei Wochen lang auf Strom verzichtete. Aber immerhin führte ein veganer Probemonat vor genau zwei Jahren dazu, dass ich seitdem alle tierischen Produkte von meinem Speiseplan gestrichen habe. Aber das, was ich jetzt vorhabe, wird für mich sehr viel schwerer werden als einfach nur keine Milch oder Käse zu essen. Denn ich nehme am „Projekt Wasserwoche“ von Gerolsteiner teil.

Eine Woche lang, vom 8. bis zum 14. Juni, werde ich nur Wasser trinken. Mindestens 2,5 Liter am Tag. Gewonnen habe ich meine Wochenration bei einer Verlosung bei Clara (Tastesheriff). Insgesamt 18 Liter Gerolsteiner schleppte der ein wenig irritierte Postbote vergangene Woche zu uns ins Haus.

Wasserwoche2

Der Postbote war sehr erleichtert, als ich ihm versicherte, mein Wasser künftig nicht im Internet bestellen zu wollen.

Die Menge ist es nicht, die mir Sorgen bereitet. Ich habe schon immer viel getrunken. Allerdings keinen Kaffee, was in der kommenden Woche ein großer Vorteil sein wird. Dem Vernehmen nach wird nämlich der morgendliche Pott Kaffee den übrigen Teilnehmern am Meisten fehlen. Nein, ich trauere schon jetzt meiner abendlichen Flasche Fritz Kola hinterher. Oder, bei diesem Wetter, einer schönen kalten Flasche Malzbier. Oder dem alkoholfreien Alsterwasser. Oder… (ich glaube, ich muss mal schnell an den Kühlschrank).

Hinzu kommt, dass ich blöde Nuss bei der Anmeldung zur Wasserwoche vergessen habe, dass ich am Dienstag Gast bei einer Tupperparty bin (ist so etwas ohne Sekt eigentlich zu ertragen?) und am Sonnabend der 50. Geburtstag des Schwagers ansteht (ist so etwas ohne Sekt eigentlich zu ertragen??).

Nun denn, ich habe es ja so gewollt. Aus dem einfachen Grund, wieder achtsamer mit mir und meinen Trinkgewohnheiten umzugehen. Denn auch wenn ich so gut wie nie Alkohol trinke, so sind Kola, Saft und Malzbier auch nicht unbedingt gesund. Ich erhoffe mir, dass ich nach der Wasserwoche bewusster mit dem umgehe, was ich so trinke. Vielleicht nicht mehr Kola und Malzbier am Abend trinke, sondern Kola oder Malzbier. Und es bei einer kleinen Flasche belasse. In einer Woche verrate ich euch, wie ich mich geschlagen habe.