Eine Woche voller Wasser – Fazit des Projektes Wasserwoche

Fast traue ich mich nicht, dieses Fazit zum Projekt Wasserwoche zu schreiben. Ein wenig fürchte ich, dass die anderen Teilnehmer mich hassen werden. Denn ich hatte nicht wirklich ein Problem damit, eine Woche lang nur Wasser zu trinken und auf Tee, Cola oder Saft zu verzichten.

Trotzdem habe ich die Challenge wohl nicht ganz bestanden, denn von den insgesamt 24 bei Clara (Tastesheriff) gewonnenen Gerolsteiner-Flaschen habe ich nur 21 ausgetrunken. Rechnerisch waren das also statt der vorgegebenen 2,5 Liter am Tag nur 2,25 Liter. Allerdings steht sogar auf den Flaschen selbst, man solle mindestens zwei Liter Wasser pro Tag trinken, also verbuche ich die Woche als Erfolg.

Dabei begann gleich der erste Morgen mit einem riesigen Durst auf ein Glas Apfelsaft. Da spielte mir mein Hirn wohl einen formidablen Streich, denn sonst trinke ich äußerst selten Apfelsaft. Nachmittags beim Einkaufen ertappte ich mich dann dabei, dass ich überlegte, was wir leckeres trinken könnten. Bis mir dann schlagartig einfiel, dass ich mir diese Gedanken die nächsten Tage nicht machen muss.

Hilfreich bei der Wasserwoche war natürlich auch das warme Wetter vergangene Woche. Da schmeckte Wasser doch viel besser als etwa eine süße Cola. Dank an dieser Stelle übrigens auch an meinen Mann, der meinen Versuch nicht durch irgendwelche fiesen Getränkeangebote sabotierte.

Allerdings muss ich auch ein Geständnis machen: Während ich die Tupperparty problemlos an meiner Wasserflasche nuckelnd (man merkt gar nicht, dass ich mehrmals täglich stille, oder?) überstand, habe ich vermutlich beim Geburtstag des Schwagers einen Schluck aus dem Spezi-Glas des Gatten genommen. Ich bin mir nicht sicher, ich kann mich nicht erinnern und Zeugen gibt es nicht. (Die anderen Gäste müssen gedacht haben, ich sei auf Extrem-Diät: nur Wasser getrunken und als Veganerin nur die Gemüsebeilagen ohne Sauce gefuttert und auch noch auf die Torte verzichtet.)

So wenig entbehrungsreich die Wasserwoche für mich war, so sehr habe ich mich gestern auf meine erste Flasche Cola gefreut. Denn für immer werde ich nicht zur Wassertrinkerin. Ganz zur Freude des Gatten, der da schon seine Befürchtungen hatte: „Als du Vegetarierin wurdest war es nur ein Experiment. Und als du ganz auf tierische Sachen verzichtet hast war es auch erst nur ein Versuch…“

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„Projekt Wasserwoche“: Wasser, nix als Wasser

Wasserwoche1

Ich probiere gerne mal neue Dinge aus. Zwar bin ich dabei nicht so extrem wie ein früherer Kollege, der mitten im Januar einmal für einen Erfahrungsbericht zwei Wochen lang auf Strom verzichtete. Aber immerhin führte ein veganer Probemonat vor genau zwei Jahren dazu, dass ich seitdem alle tierischen Produkte von meinem Speiseplan gestrichen habe. Aber das, was ich jetzt vorhabe, wird für mich sehr viel schwerer werden als einfach nur keine Milch oder Käse zu essen. Denn ich nehme am „Projekt Wasserwoche“ von Gerolsteiner teil.

Eine Woche lang, vom 8. bis zum 14. Juni, werde ich nur Wasser trinken. Mindestens 2,5 Liter am Tag. Gewonnen habe ich meine Wochenration bei einer Verlosung bei Clara (Tastesheriff). Insgesamt 18 Liter Gerolsteiner schleppte der ein wenig irritierte Postbote vergangene Woche zu uns ins Haus.

Wasserwoche2

Der Postbote war sehr erleichtert, als ich ihm versicherte, mein Wasser künftig nicht im Internet bestellen zu wollen.

Die Menge ist es nicht, die mir Sorgen bereitet. Ich habe schon immer viel getrunken. Allerdings keinen Kaffee, was in der kommenden Woche ein großer Vorteil sein wird. Dem Vernehmen nach wird nämlich der morgendliche Pott Kaffee den übrigen Teilnehmern am Meisten fehlen. Nein, ich trauere schon jetzt meiner abendlichen Flasche Fritz Kola hinterher. Oder, bei diesem Wetter, einer schönen kalten Flasche Malzbier. Oder dem alkoholfreien Alsterwasser. Oder… (ich glaube, ich muss mal schnell an den Kühlschrank).

Hinzu kommt, dass ich blöde Nuss bei der Anmeldung zur Wasserwoche vergessen habe, dass ich am Dienstag Gast bei einer Tupperparty bin (ist so etwas ohne Sekt eigentlich zu ertragen?) und am Sonnabend der 50. Geburtstag des Schwagers ansteht (ist so etwas ohne Sekt eigentlich zu ertragen??).

Nun denn, ich habe es ja so gewollt. Aus dem einfachen Grund, wieder achtsamer mit mir und meinen Trinkgewohnheiten umzugehen. Denn auch wenn ich so gut wie nie Alkohol trinke, so sind Kola, Saft und Malzbier auch nicht unbedingt gesund. Ich erhoffe mir, dass ich nach der Wasserwoche bewusster mit dem umgehe, was ich so trinke. Vielleicht nicht mehr Kola und Malzbier am Abend trinke, sondern Kola oder Malzbier. Und es bei einer kleinen Flasche belasse. In einer Woche verrate ich euch, wie ich mich geschlagen habe.